top of page

BLOGEINTRAG

KISA.BLOG

ERFAHRUNGSBERICHT: WIE MAN AUS EINER STERBENDEN FLIEGE EINEN EVENT TEASER MACHT


Burnout, Überstunden und schlechte Bezahlung. Eigentlich wollte ich nie wieder ein Filmset betreten. Im Videokurs der KISA Akademie blieb mir dann aber nichts anderes übrig und so habe ich gemeinsam mit zwei Freundinnen und einer Kommilitonin ein Projekt auf die Beine gestellt, das mir eine neue Perspektive auf das Produzieren von Videos gegeben hat. Ein Dreherfahrungsbericht von jemandem der nie wieder drehen wollte.

Alberto die Fliege wurde zum Star unseres Videos. | Credit: Gabriel Manlake | www.unsplash.com

Dass ich diesem Kurs von Anfang an etwas kritisch gegenüber gestanden habe, war innerhalb meiner Klasse kein Geheimnis. Mit fast zehn Jahren Medien-Berufserfahrung und als jemand, der dem Film mit Absicht den Rücken gekehrt hat, wohl auch kein Wunder.

Nach eineinhalb Jahren als Onlinevideoredakteurin und sechs Jahren in der Filmbranche selbst, kann man schon mal Lust auf etwas Neues, abseits vom Bewegtbild bekommen. Genau aus diesem Grund, bin ich eigentlich in der KISA Akademie gekommen: Ich wollte einen neuen Blickwinkel auf die Medienlandschaft gewinnen und mich nach meiner “Filmpause” wieder etwas auf meine redaktionellen Wurzeln besinnen. Im Videokurs konnte ich dann genau das versuchen.

Postprandial Somnolence: Das fancy Wort für Food-Koma

Als es zur Themenfindung kam, war für mich gleich klar: Ich will etwas “Sinnvolles” machen! Ich wollte ein Video produzieren, das auf irgendeine Art und Weise außerhalb des Kurses Verwendung findet. Weil ich mich Im Modul davor zur Projektidee einer Kommilitonin habe einteilen lassen, wollte ich diesmal gerne die Initiative ergreifen und ein selbst ein Thema einbringen.

So sauber ging es bei unserem Dreh nicht zu. | Credit: G. Crescoli | www.unsplash.com

Da mein Freundeskreis aus vielen kreativen Köpfen besteht, von denen immer irgendjemand ein Video braucht, war mein Vorschlag für einen “Kunden” schnell gefunden. ​​

Postprandial Somnolence: das Dinner Event von zwei Freundinnen, das einen Teaser bekommen sollte, gefiel mir gleich nach dem ersten Pitch. Die erste Konzeptidee sprudelte daher auch schon nach zehn Minuten aus mir heraus. Gemeinsam mit einer der beiden Veranstalterinnen haben wir diese Idee dann weiter entwickelt.

Da die Basis unseres Videos ein Text ist, war die Vorgehensweise schnell und einfach. Gemeinsam überlegten wir uns Bilder, machten einen Vorstopp des Textes und passten die Länge der Bilder an. Daraus wiederum machte ich sogenannte Auszüge bzw. einen Breakdown. Etwas, das mir ebenfalls nicht schwer fiel, da ich als Szenenbildassistenz jahrelang genau das in nur einem Tag, für 120 Seiten lange Drehbücher machen musste.

Die Entwicklung und Vorbereitung des Drehs ging also zügig voran. In einem Treffen mit unseren “Kundinnen” konnten wir noch Requisiten abgleichen und die Details des Drehs und des Konzepts besprechen. Dann ging es auch schon an eine Besichtigung unserer Location und die Tonaufnahme.

Listen sind sexy: Vorbereitung ist der halbe Dreh