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Home Office, darauf solltest du achten.

Immer mehr Unternehmen bieten Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit von zu hause zu arbeiten an. Nur wenige Mitarbeiter nehmen dieses Angebot allerdings an...aus verschiedenen Gründen. Aber auf was musst du achten, wenn du von zu hause arbeiten möchtest? Wie richtest du deinen Arbeitsplatz zu hause ein und was passiert im Versicherungsfall?

Ein paar Grundsätze, über die man sich am besten schon vorher Gedanken machen sollte, sind: wie verhält es sich mit der Arbeitszeit, Arbeitsschutz, den Kosten, bei Unfällen usw.

1. Weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer können einseitig „bestimmen“, dass im Home Office gearbeitet wird.

Sowas muss abgesprochen und am besten schriftlich festgehalten werden. Spätestens wenn es regelmäßig stattfinden soll.

2. Das Arbeitszeitgesetz gilt im Home Office genauso wie im Betrieb, heißt Pausen sollten eingehalten werden und die vorgesehene Ruhezeit von 11 Stunden auch. Du musst auch nicht permanent erreichbar sein. Sprich am besten mit deinem Vorgesetzten ab, bis wann du erreichbar bist bzw. sein solltest.

3. Die Arbeitsstättenverordnung gilt, wenn der Arbeitgeber in deiner Wohnung einen Arbeitsplatz mit Möbeln, Arbeitsmitteln und Kommunikationseinrichtungen ausstattet. Hier muss der Arbeitgeber bestimmt Vorgaben beachten, zum Beispiel: der Arbeitsplatz muss sicher und darf nicht gesundheitsgefährdend für den Arbeitnehmer sein. Due Büromöbel sollten ergonomisch sein und der Raum groß genug sowie ausreichend beleuchtet sein.

4. Wenn ein Arbeitnehmer den Chef nicht in die privaten Räume lassen möchte, entbindet die Arbeitsstättenverordnung den Arbeitgeber, die Regelungen einzuhalten.

5. Die Kosten für die Arbeitsmittel werden häufig vom Unternehmen übernommen bzw. gestellt. Der Arbeitnehmer kann nur Unterhaltskosten verlangen, wenn ihm kein Arbeitsplatz im Unternehmen zur Verfügung steht.

6. Bei Unfällen gibt es einen großen Unterschied zum Arbeiten im Betrieb. Grundsätzlich gilt die gesetzliche Unfallversicherung. Doch, Wege zur Toilette, an die Haustür oder in die Küche sind nicht versichert.

Bevor wir zu den fancy Dingen kommen, noch etwas zum Datenschutz. Die Verantwortlichkeit von datenschutzrechtlichen Vorgaben endet nicht, wenn im Homeoffice gearbeitet wird.

Welche Maßnahmen der Arbeitgeber ergreifen will oder muss hängt von den Daten, Betriebsgeheimnissen oder IT-Geräten ab, die im Homeoffice genutzt werden. Dein Boss kann die Mitnahme von besonders sensiblen Daten untersagen. Sprich es einfach ab, wenn du etwas mit nach hause nehmen möchtest und halt es, wenn möglich, schriftlich fest. Er kann auch eine ausschließlich dienstliche Nutzung von IT-Systemen anordnen. Diese sind gegen Zugriffe und Einsichtnahme von Dritten geschützt.

Alles hat ein Ende...

...auch das Homeoffice geht für die meisten irgendwann zu ende. Aber wie? Bei indivieduellen Vereinbarungen hängt es davon ab, was du mit deinem Chef ausgemacht hast. Bei einer Vielzahl von Arbeitnehmern muss die Beendigung unter Berücksichtigung der Interessen der Arbeitnehmer getroffen werden und der Bertriebsrat muss zustimmen.

Aber wie richten wir uns einen schönen und ungestörten Platz zum Arbeiten ein? Wie sollte er aussehen? Wie schaff ich es, dass mich nichts ablenkt?

Ich möchte schließlich auch "beweisen", dass ich von zu hause aus, mindestens genauso, produktiov arbeiten kann, wie im Betrieb.

1. Schaffe einen Raum zum Arbeiten:

Perfekt, wenn du ein Arbeitszimmer hast, das du nach deinen Wünschen und Bedürfnissen einrichten kannst. Wenn das nicht der Fall ist, kein Problem...durch geschicktes Einrichten kannst du einen abgetrennten Bereich schaffen, ohne dass dein Zimmer an Gemütlichkeit verliert. Deinen Arbeitsbereich kannst du durch Bücherregale, Pflanzen oder eine andere Wandfarbe vom Rest abtrennen.